Digitaler Direktdruck auf Glas OHNE Vorbehandlung!

Das Bedrucken von Glas gehört zu den anspruchvollsten Anwendungen im Printbereich.

Egal welches Druckverfahren zum Einsatz kommt, es ergeben sich meist die selben Problemstellungen. Haftung, Deckung und Widerstandsfähigkeit sind als Eigenschaften gefragt, um nur einmal die wichtigsten zu nennen. Der keramische Siebdruck hat hier, unter hohem Energieeinsatz, die besten Referenzen vorzuweisen. Allerdings zu Lasten der Farbbrillanz, wo man auf eine weitere, wichtige Eigenschaft trifft. Hier kommt der organische UV Siebdruck ins Spiel. Leuchtende Farben und beinahe der ganze Farbraum kann abgedeckt werden. Einziger Nachteil: Ohne Vorbehandlung läuft nichts.

 

Es kommen unterschiedliche Vorbehandlungsmethoden zum Einsatz. Entfetten, Coronabehandlung, Flamme mit chemischen Additiven und viele andere. Dies bedeutet einen hohen Kosten und Energieaufwand um eine Prozesssicherheit gewährleisten zu können. Des Weiteren kann es zu einer Belastung der Mitarbeiter durch Pyrosil oder Silane kommen. Werden diese Punkte berücksichtigt, kommt man zu dem Schluss, dass es wünschenswert wäre diese Vorbehandlung überflüssig zu machen. Im Siebdruck haben wir (noch) keine Lösung, dafür aber im Digitaldruckbereich.

 

Neue Hochleistungsdrucker bieten, in Kombination mit eigens entwickelten Spezialglastinten, die Möglichkeit, das Vorbehandeln bzw. das Primern im Arbeitsprozess gänzlich zu streichen. Die Haftung wird davon nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil. Tests haben gezeigt, dass die Tinte Gitterschnitte übersteht. Sie ist beständig gegenüber lösemittelhaltigen Klebern, wie sie beispielsweise beim Verkleben von Touchscreens eingesetzt werden. Auch ein Anschleifen am Rand übersteht die Tinte problemlos. In Tests schnitt sie gar besser ab als viele Siebdruckfarben.

 

Durch das individuelle Bestücken der Drucker ist es möglich genau auf die Anforderungen des Marktes einzugehen. Bei einer Zehnkopfbestückung sind Geschwindigkeiten von bis zu 160m²/h möglich. Bei einer Auflösung von 2880dpi werden noch immer 100m²/h problemlos erreicht. Dies ist der erste positive ökonomische Gesichtspunkt. Der Zweite besteht in den adäquaten Tintenpreisen. Weltweit wird mit dem Set ( Maschine + Tinte ) erfolgreich produziert. Beste Referenzen stehen hier zu Buche.

 

Die Einsatzgebiete können Glasdekorblenden, Glasinterieur, Kühlschrankböden, oder Touchpanels

umfassen. Ebenso können mittels Lasursimulation Leuchtbuchstaben gedruckt werden die beispielsweise den Arbeitsgang des Verklebens einspart. Eine hohe Temperaturbeständigkeit ist ein weiteres Qualitätsmerkmal der Tinten. Die Lasursimulation erlaubt ebenfalls das Drucken von Transparentfarben für Displaysysteme.

 

Kombiniert man zusätzlich die beiden Druckverfahren Digital und Siebdruck miteinander, ergeben sich sehr viele neue Möglichkeiten. Vor allem wenn man die Stärken des jeweiligen Druckverfahrens optimal für seine Bedürfnisse nutzt. So wird momentan der Siebdruck weiter die Nummer eins bei funktionellen Drucken bleiben, während der Digitaldruck mit einer hohen Druckqualität punkten kann.

 

Der größte Vorteil einer Kombination ist das sehr hohe Einsparungspotenzial bei Produktionskosten und Makulaturverringerung. Fragen Sie uns!

 

Für die Zukunft versprechen wir: Es bleibt spannend!

 

Für weitere Informationen www.coating-solutions.de oder 0176-31781986 – Sascha Wörle

 

Kleeblatt Digitaldruck Hinterleuchtetes Display
Die Abbildung zeigt ein Motiv welches ohne Vorbehandlung auf Glas gedruckt wurde und nun hinterleuchtet wird. Der „Passerversatz“ wurde extra vorher in der Datei angelegt um zu zeigen, dass deckend drucken und die Lasursimulation in einem Druckgang möglich ist. Vor allem die Gleichmäßigkeit des Druckbildes überzeugt.

 

Display Verschwindesymbol Symbol verschindet mit Verschwindeeffekt
Einen Verschwindeeffekt auf Glas. Das Warndreieck erscheint nur wenn die Diode dahinter leuchtet. Ist die Lichtquelle aus, verschwindet auch das Symbol.

 

Blindenschrift durch Digitaldruck
Auch haptischer Druck direkt auf Glas ohne Vorbehandlung stellt keine Schwierigkeit dar.
Selbst die vorgegebene Höhe von Blindenschrift ist problemlos möglich.

 

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