Der Digitaldruck macht es „spannend“ wenn es um Oberflächen geht!

Auch wenn die Überschrift im ersten Augenblick vielleicht ein wenig wirr erscheint, so steckt die Pure, ungeschönte Wahrheit in ihm. Sie glauben es nicht? Dann lesen Sie weiter…

Das Digitaldruckverfahren hat viele Vorteile gegenüber seinen „Verfahrensbrüdern“ Allerdings gilt es dabei auch einige Dinge zu beachten die beispielsweise bei einer Weiterverarbeitung enorm wichtig werden können. Beim sogenannten „Ink-Jet-Verfahren“ wird die Farbe mittels Druckköpfen übertragen. An der Unterseite dieser Köpfe befinden sich kleine Düsen die die Farbe quasi gesteuert auf das Material sprühen. Um dies zu erreichen müssen der Tinte entsprechende Additive beigemischt werden, die dafür sorgen, dass die Tinte die Düsen einwandfrei passieren kann und sicher durch das Schlauchsystem „flutscht“. Daher sind einige Additive auf Silikon- oder ähnlicher Schmierstoffbasis. Auf diesen Stoffen kann später leider kaum eine Haftung aufgebaut werden, da die vorher genannten Inhaltsstoffe für eine hohe Oberflächenspannung sorgen. Hier schließt sich der Kreis zur Überschrift. Der Digitaldruck sorgt für die Spannung an der Oberfläche und ist damit verantwortlich für die Haftung der noch aufzutragenden Dinge wie beispielsweise ein Glanzlack oder einer Folienkaschierung.

Oft erfährt ein digital produziertes Printprodukt noch eine Aufwertung in Form einer Druckveredelung. Meist wird hier im Siebdruck ein partieller Glanzlack aufgetragen.

Ist die Oberflächenspannung zu niedrig, würde der Lack allerdings verfließen und könnte keine Konturenschärfe mehr aufweisen.

Ist die Spannung an der Oberfläche dagegen zu hoch, könnte der Lack keine Haftung mehr generieren. Es würden sich eine Vielzahl an Verlaufsstörungen bilden.

Bei einer Veredelung mit eine Folienkaschierung wirkt sich die Spannung direkt auf die Haftung aus. Bei zu hoher Oberflächenspannung stößt die Digitaldrucktinte den meistens eingesetzten Dispersionskleber regelrecht ab. Die Folge ist, dass sich die aufgewalzte Folie spielend von Hand wieder abziehen lässt. Befindet sich die Oberflächenspannung im Grenzbereich und die Folie haftet augenscheinlich dennoch kann es passieren, dass sich die Folie an stark beanspruchten Stellen, wie zum Beispiel Rillungen oder Falzlinien, vom Substrat abhebt. Eine Reklamation wäre dann wohl unvermeidbar.

Diese Probleme lassen sich minimieren, in dem man Digitaldrucktinten zum Einsatz bringt die als „Veredelungsfähig“ gelten. Dies lässt sich leicht beim Tintenhersteller erfragen. Da produktionsbedingt, beispielsweise Reinigungsrückstände in der Tinte, Schwankungen auftreten können sollte ein Test der Oberflächenspannung vor der Serienproduktion zwingend erfolgen.

Man benötigt zum Testen quasi ein Oberflächenspannungsmessgerät. Aber anstatt eines elektronischen Gerätes reicht eine Testlösung für die Bestimmung. Diese gibt es in verschiedenen Varianten. Zumeist sind die Lösungen allerdings giftig oder in Glasflaschen und können daher nur mit Handschuhen oder in einer sogenannten „glasfreien Produktion“ gar nicht eingesetzt werden.

Es gibt mittlerweile auch ungiftige Lösungen in Stiftform. Durch den Stift wird der Hautkontakt vermieden und Glasbruch ausgeschlossen. Ein weitere Vorteil ist, dass durch die Filzspitze eine Kontamination der Lösung durch Verunreinigungen ausgeschlossen ist.

Funktionsweise des Teststifts:

Die Stifte sind mit unterschiedlichen Lösungen befüllt. Bei der Oberflächenspannung spricht man von der Maßeinheit Dyn. Die Stifte sind standartmäßig erhältlich von 28-72Dyn. Benötigt man eine Spannung von 40Dyn so kann man mit dem Stift die vorhandene Oberflächenspannung bestimmen.

Durch ein leichtes Pumpen durch druck auf die Filzspitze macht man den Stift bereit. Jetzt zeichnet man einen ganz normalen Strich über den digital gedruckten Bogen.

Erklärt am praktischen Beispiel:

Strich mit einem 34Dyn Stift auf den Druckbogen und der Strich zieht sich zu Tropfen zusammen liegt die Oberflächenspannung deutlich darüber. Als nächsten Schritt würde man den 36Dyn Stift zum Einsatz bringen. Zieht auch dieser gezeichnete Strich sich zusammen geht man schrittweise weiter nach oben vor bis der gezeichnete Strich unverändert auf dem Substrat steht. Wenn es in diesem Falle der 40Dyn Stift wäre der sich auf dem Bogen nicht verändert so hat man die 40Dyn der Oberfläche bestimmt.

Hier mehr über Teststifte

SIDIX geht an den Start!

Das Unternehmen SIDIX bietet ein breites Spektrum an Beratung und Dienstleistungen im Druckbereich. Vor allem im Bereich Siebdruck und Digitaldruck liegen die Stärken des Unternehmens Dabei kann Firmengründer Sascha Wörle auf eine große Erfahrung in diesen Verfahren zurückgreifen.

Ziel des Unternehmens ist es Firmen einen neutralen Blick von außen auf den jeweiligen Arbeitsprozess zu bieten, zu analysieren und durch Beratung Vorteile für die jeweiligen Unternehmen zu generieren. Auch im Hinblick einer Begleitung von Siebdruckereien die den Schritt in den Digitaldruck gehen möchten ist SIDIX gut aufgestellt.
Sascha Wörle sagt:“ den Schritt in den Digitaldruck zu gehen ist für die meisten Firmen unabdingbar und wichtig, aber mit einer Menge Faktoren auch anspruchsvoll. Hier möchten wir helfen.“ Wörle möchte diesen Punkt aber nicht falsch verstanden wissen und führt weiter aus: „Die Firmen müssen sich diesen Schritt trauen! Es bringt aber nichts einfach einen Drucker zu kaufen und den dann Stumpf in den laufenden Prozess integrieren zu wollen. Hierbei ist es essentiell die Bedürfnisse genau zu prüfen, die Maschine entsprechend auszuwählen und dann darauf abzustimmen. Macht man dies nicht, kommt man zwar irgendwann zum Ziel, der Preis ist in Form einer harten Lernkurve, hohen Ausschussmengen und einer gewissen Frustration aus meiner Sicht viel zu hoch!“
Dem möchte das Unternehmen vorbeugen und unterstützen. Die weitere Palette reicht von einer Prozessoptimierung über Entwicklungsleistungen bis hin zu Fachartikeln.

Um die Firmenziele zu erreichen wurde in Kooperation mit starken Partnern das Deutsche Institut für Druck- und Oberflächentechnik ins leben gerufen. Dies solle vor allem dem „Networking“ , wie es Sascha Wörle beschreibt Vorschub leisten und Entwicklungsschritte beschleunigen.
„Wir planen zur Zeit auch ein Technikum in dem Siebdruck auf Digitaldruck trifft. Hier ergeben sich eine Vielzahl an Möglichkeiten für unsere Kunden zu testen oder sich einen ersten Einblick in die Kombination Sieb- und Digitaldruckverfahren zu verschaffen. Ich denke gerade in der Kombinationsmöglichkeit der beiden Verfahren liegt ein riesiges Wertschöpfungspotenzial und das müssen wir nutzen!“ sagt Sascha Wörle.

Autor: Thomas Menke / Anwendungstechnik NOVARES Löhne GmbH

Digitaler Textildruck der neuen Generation

Textildruck war lange Zeit eine Domäne des Siebdrucks ob direkt oder im Transferverfahren.
Doch mittlerweile hat sich viel getan. Im Moment macht eine neue Generation von Textildrucker auf sich aufmerksam.
Er besticht durch:
– Direktdruck auf das Material
– Hohe Geschwindigkeit mit bis zu 210m²/h
– Feine Zeichnung
– Brillante Farben
– Integrierte Fixierung für die Langlebigkeit

Bei einer Druckbreite von bis zu 3,2m ist wirklich nur die Investitionssumme schmal!
In weiteren Bereichen wie z.B. dem Support und der Beratung aus Deutschland ist die
CS TEX GTO ebenfalls sehr breit aufgestellt.

Fragen Sie uns, Sie werden staunen!


In Technikum wird ständig weiterentwickelt um immer top zu sein!

Siebdruck OHNE Passerverzug!

Im Siebdruckprozess ist die Siebdehnung der größte Einflussfaktor auf das passgenaue Drucken
und somit auf das gesamte Druckergebnis. Gewiefte Siebdrucker greifen gerne zum Klebeband um das
Sieb auf die gewünschte Position zu bringen. Eine bewährte, aber sehr ungenaue Methode.

Eine elektronische Siebdehnungskompensation schafft hier Abhilfe.
Sie ermöglicht es dem Verzug entgegen zu wirken und beseitigt eine Verlängerung des Druckbildes.

Fragen Sie uns !


Die Skizze zeigt einen Druckbogen vor der Weiter-verarbeitung.
Die Druckbildverlängerung kann dazu führen dass der Rahmen länger wird. Da die Stanz-form nicht flexibel ist, wäre die rechte Skizze das Resultat. Der optisch schlechte Eindruck würde höchstwar- scheinlich zu einer Reklamation führen. Mit einer elektronischen Siebdehnungskompensation wäre dieses Problem beseitigt worden.

Micropor

Siebdrucken Sie jetzt OHNE Vakuumbohrungen im Drucktisch.
Das ermöglicht feinste Lasuren oder sehr dünne Folien in bester Qualität zu drucken!

Das patentierte „Micropor-System“ macht dies möglich.
Keine verdunkelten Stellen mehr beim Drucken von Transparentfarben und keine Materialschädigung
mehr beim Bedrucken von sehr dünnen Substraten durch absolute Planheit des Drucktisches.

Einfache Reinigung durch Spühlfunktion. Durch die Beschaffenheit des Materials können Pigmente erst garnicht
in den Drucktisch eindringen.
Fragen Sie uns!


Die Abbildung zeigt die Spühlfunktion, die ein rückstandloses Entfernen der Verunreinigungen möglich macht.

Digitaler Direktdruck auf Glas OHNE Vorbehandlung!

Direktdruck auf Glas ohne Vorbehandlung

Das Bedrucken von Glas gehört zu den anspruchvollsten Anwendungen im Printbereich.

Egal welches Druckverfahren zum Einsatz kommt, es ergeben sich meist die selben Problemstellungen. Haftung, Deckung und Widerstandsfähigkeit sind als Eigenschaften gefragt, um nur einmal die wichtigsten zu nennen. Der keramische Siebdruck hat hier, unter hohem Energieeinsatz, die besten Referenzen vorzuweisen. Allerdings zu Lasten der Farbbrillanz, wo man auf eine weitere, wichtige Eigenschaft trifft. Hier kommt der organische UV Siebdruck ins Spiel. Leuchtende Farben und beinahe der ganze Farbraum kann abgedeckt werden. Einziger Nachteil: Ohne Vorbehandlung läuft nichts.

 

Es kommen unterschiedliche Vorbehandlungsmethoden zum Einsatz. Entfetten, Coronabehandlung, Flamme mit chemischen Additiven und viele andere. Dies bedeutet einen hohen Kosten und Energieaufwand um eine Prozesssicherheit gewährleisten zu können. Des Weiteren kann es zu einer Belastung der Mitarbeiter durch Pyrosil oder Silane kommen. Werden diese Punkte berücksichtigt, kommt man zu dem Schluss, dass es wünschenswert wäre diese Vorbehandlung überflüssig zu machen. Im Siebdruck haben wir (noch) keine Lösung, dafür aber im Digitaldruckbereich.

 

Neue Hochleistungsdrucker bieten, in Kombination mit eigens entwickelten Spezialglastinten, die Möglichkeit, das Vorbehandeln bzw. das Primern im Arbeitsprozess gänzlich zu streichen. Die Haftung wird davon nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil. Tests haben gezeigt, dass die Tinte Gitterschnitte übersteht. Sie ist beständig gegenüber lösemittelhaltigen Klebern, wie sie beispielsweise beim Verkleben von Touchscreens eingesetzt werden. Auch ein Anschleifen am Rand übersteht die Tinte problemlos. In Tests schnitt sie gar besser ab als viele Siebdruckfarben.

 

Durch das individuelle Bestücken der Drucker ist es möglich genau auf die Anforderungen des Marktes einzugehen. Bei einer Zehnkopfbestückung sind Geschwindigkeiten von bis zu 160m²/h möglich. Bei einer Auflösung von 2880dpi werden noch immer 100m²/h problemlos erreicht. Dies ist der erste positive ökonomische Gesichtspunkt. Der Zweite besteht in den adäquaten Tintenpreisen. Weltweit wird mit dem Set ( Maschine + Tinte ) erfolgreich produziert. Beste Referenzen stehen hier zu Buche.

 

Die Einsatzgebiete können Glasdekorblenden, Glasinterieur, Kühlschrankböden, oder Touchpanels

umfassen. Ebenso können mittels Lasursimulation Leuchtbuchstaben gedruckt werden die beispielsweise den Arbeitsgang des Verklebens einspart. Eine hohe Temperaturbeständigkeit ist ein weiteres Qualitätsmerkmal der Tinten. Die Lasursimulation erlaubt ebenfalls das Drucken von Transparentfarben für Displaysysteme.

 

Kombiniert man zusätzlich die beiden Druckverfahren Digital und Siebdruck miteinander, ergeben sich sehr viele neue Möglichkeiten. Vor allem wenn man die Stärken des jeweiligen Druckverfahrens optimal für seine Bedürfnisse nutzt. So wird momentan der Siebdruck weiter die Nummer eins bei funktionellen Drucken bleiben, während der Digitaldruck mit einer hohen Druckqualität punkten kann.

 

Der größte Vorteil einer Kombination ist das sehr hohe Einsparungspotenzial bei Produktionskosten und Makulaturverringerung. Fragen Sie uns!

 

Für die Zukunft versprechen wir: Es bleibt spannend!

 

Für weitere Informationen www.coating-solutions.de oder 0176-31781986 – Sascha Wörle

 

Kleeblatt Digitaldruck Hinterleuchtetes Display
Die Abbildung zeigt ein Motiv welches ohne Vorbehandlung auf Glas gedruckt wurde und nun hinterleuchtet wird. Der „Passerversatz“ wurde extra vorher in der Datei angelegt um zu zeigen, dass deckend drucken und die Lasursimulation in einem Druckgang möglich ist. Vor allem die Gleichmäßigkeit des Druckbildes überzeugt.

 

Display Verschwindesymbol Symbol verschindet mit Verschwindeeffekt
Einen Verschwindeeffekt auf Glas. Das Warndreieck erscheint nur wenn die Diode dahinter leuchtet. Ist die Lichtquelle aus, verschwindet auch das Symbol.

 

Blindenschrift durch Digitaldruck
Auch haptischer Druck direkt auf Glas ohne Vorbehandlung stellt keine Schwierigkeit dar.
Selbst die vorgegebene Höhe von Blindenschrift ist problemlos möglich.